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Nachgedacht Orthopäde telefoniert nicht - Politik Soziologie Mundanastrologie

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Nachgedacht Orthopäde telefoniert nicht

Nachgedacht

Das kranke Gesundheitswesen

aufgrund eigener Erfahrungen aber auch aufgrund vieler Berichte meiner Klienten muss man zu dem Schluss kommen, dass es heutzutage besser ist, nicht zum Arzt zu gehen. Selbstverständlich ist das bei wirklich schweren Krankheiten nicht möglich. Fakt ist aber, dass die Qualität so schlecht geworden ist, als würde man allmählich wieder Richtung Mittelalter degenerieren. Ein Artikel von "Cicero" verdeutlich das in erschreckendem Maße: Manche ausländische Ärzte... Die Versorgung durch Arbeitskräfte, die kaum oder kein Deutsch sprechen ist ja im Bereich der Krankenpflege schon weit verbreitet. Ein Fernsehbericht von Team Wallraff hatte bereits darüber berichtet.

Ich selbst erlebe auch, dass die Gesundheitsversorgung, in meinem Fall Orthopädie, eher Glücksache ist. Meinen Orthopäden kann man telefonisch gar nicht mehr erreichen. Das erfährt man aber nicht auf der Ansage vom Telefon, sondern man muss hinfahren und fragen!!!! Ausgerechnet beim Orthopäden, wo die Beweglichkeit eher eingeschränkt ist...Ich also hingefahren: "Nein, wir heben das Telefon nicht mehr ab. Schreiben Sie uns eine Email". DAS HATTE ICH GETAN. Man findet die Mail nicht...ich referiere derweil mein Anliegen, es ging um eine anstehende OP und für das Gespräch hätte ich überhaupt nicht in der Praxis sein müssen!!! ACH plötzlich findet eine Sprechstundenhilfe doch meine Mail. Danke für die Ehrlichkeit, aber WTF!?

Schlimmer war aber, dass die Praxis es nicht geschafft hat, obwohl eindeutig mit dem operierenden KH assoziiert, rechtzeitig meine Unterlagen dorthin zu schicken. Mit "schicken" ist gemeint, auf einen Knopf drücken und es digital absenden...Nachdem ich bei jedem Kontakt nochmal nachhakte, ob auch die Unterlagen versendet wurden, versicherte man mir "ja, ja". NEIN, NICHTS war geschickt worden. Im Kh musste ich alles selbst erklären UND (Körperverletzung!) ich musste noch einmal geröngt werden, obwohl eine aktuelle Aufnahme bereits vom Orthopäden gemacht worden war. Die liegt ja bekanntlich auf dem Aktenstapel der nicht mehr ans Telefon gehenden Mitarbeiter.

Ich habe dann im Nachgang auf alles verzichtet. Mit frischen OPwunden in der Gegend herum fahren, wenn man z.B. noch nicht einmal weiß, ob die Praxis gerade geöffnet hat oder nicht. Denn das erfährt man ja telefonisch auch nicht und die Mails werden bekanntlich nicht beantwortet. UND man auch keinen Termin ausmachen kann, weil niemand ans Telefon geht. Ich habe mich also so gut, es ging selbst verarztet und hoffe, das alles ordentlich zusammenheilt.

UND dann kommt die FDP vor einigen Monaten mit dem locker flockigen Vorschlag, doch die Organentnahme schon nach dem Herzstillstand und nicht erst bei festgestelltem Hirntod vornehmen zu lassen. Als ich das hörte, hats mich umgehauen. Wie bescheuert ist man da eigentlich??? Sogar Lauterbach hat direkt gesagt, wie unverantwortlich und medizinisch überhaupt nicht zu rechtfertigen das ist. Und dann gar auch noch auf Widerspruchslösung plädieren. NEIN, niemand hört einem noch zu, Unterlagen werden nicht beachtet oder sind überhaupt nicht vorhanden. Wer bitte schön in dem maroden Sumpf wird sich dann im Ernstfall die Mühe machen, nach einem Widerspruch zu suchen? Natürlich niemand. Da muss man kein Hellseher (obwohl ich es bin, siehe unten) sein, um die Szenarien zu visualisieren.

Ich natürlich dann trotzdem einen Widerspruch formuliert und den deutlich bei meiner Aufnahme auf den Tresen geknallt, damit man mir bei meiner anstehenden OP nicht noch die Organe herausreißt. Ich bin (in meinem Fall) gegen Organentnahme. Da ich mediale Fähigkeiten habe und auch an Reinkarnation glaube, habe ich keine Lust, durch irgendeinen Organtausch nach meinem Tod mit jemand unfreiwillig assoziiert zu sein. Das kann von mir aus jeder halten, wie er möchte. Für meine Arbeit ist es wichtig, dass ich nicht "quantenverschränkt" bin, nur weil jemand nicht auf seine eigenen Organe aufpassen konnte. Tut mir leid für die harten Worte. Vielleicht bin ich irgendwann mal froh, wenn ich ein Spenderorgan erhalten kann. Aber bitte, lieber Gott, lass es nicht so weit kommen. Ich "warte" lieber bis man in der Lage ist, alles ordentlich im Labor zu erzeugen.

06.01.26 09.25 Uhr



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