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Nachgedacht Fakeaccounts

Nachgedacht

Klarnamenpflicht und zirpende Grillen


Gestern las ich auf X eine Anmerkung von Christian Dürr, dem Vorsitzenden der FDP, zum Thema Klarnamen im Internet. Er ist der Meinung, dass dies dem Prinzip des freien Internets, das auch anonym zu nutzen sein sollte, widersprechen würde. Das sei eine gefährliche und falsche Idee. Er legte noch nach, dass es darum ginge, im Netz Straftaten effektiv zu bekämpfen. Klarnamenpflicht wären eine Scheinlösung. Besser sollten Schwerpunktstaatsanwaltschaften wirklich schwere Straftaten im Internet gezielt verfolgen. Diese könnten dadurch einen echten Beitrag leisten.

Er hat es doch genau falsch herum erklärt. Das wundert mich nicht, in einer Welt, in der der Hamas gehuldigt und Israel an den Pranger gestellt wird. Falsch ist heutzutage richtig und häßlich ist schön. Man beobachte mal unter diesen Vorgaben, was so geschieht.

Warum ist seine Einstellung irrelevant und gar nicht den gegenwärtigen Problemen angepasst:

  • Gefährlicher und "falscher" kann es im Internet kaum zugehen, als heutzutage.
  • Das sowieso schon überlastete juristische System hat es nicht geschafft und wird es nicht schaffen, die Flut an Straftaten effektiv einzudämmen. Wir brauchen Juristen anderweitig ebenso dringend.
  • Im Internet existiert eine riesige sich ständig vergrößernde Wolke an verlogenen Betrüger-Accounts, die unglaublich viel Energie in der Gesellschaft bindet.

DAS ist eine Scheinwelt, die es anzugehen gilt. Klarnamen wären absolut ein Schritt in eine weniger verlogene und für unbedarfte extrem verwirrende Welt. Die Idee der Freiheit, die die FDP ja weiterhin verfolgt, ist in diesem Falle, wie in vielen weiteren Bereichen, ganz eindeutig Täter- statt Opferschutz. Mit C. Dürrs Vorschlägen kommt man keinen Schritt voran.

Wenn ich mir vorstelle, dass jeder mit seinem Klarnamen im Web erscheint, entsteht vor meinem inneren Auge schlagartig eine Szenerie, wo man die Grillen wieder zirpen und den Wind wieder wehen hört. Sprich: es würde schlagartig WESENTLICH RUHIGER!!! Die Staatsanwaltschaften müssten nur noch Verstöße gegen die Klarnamenpflicht ordentlich verfolgen. Und Massen an Lügenbolden, Schreihälsen, Hatespeechern, die sich bis jetzt anonym und feige produziert haben, würden sich muksmäuchenstill in ihre Löcher verkriechen. Warum? Ist doch klar: Sonst hat man möglichweise einen Mob mit Mistgabeln vor der Tür oder die Kündigung vom Chef. Für mich eine absolut geniale Idee und die Einführung absolut überfällig.

Es hat jetzt schon geholfen, dass X neuerdings den wahren Standort eines Accounts veröffentlicht. Schlagartig wird die (Follower-)Luft ganz schön dünn, wenn man sämtliche Accounts löscht (und meldet), die sich als Amerikaner (Arbeiten in der Army oder auf Ölplattformen) oder interessante Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgeben, weil diese plötzlich ein Büro in Nigeria oder der Elfenbeinküste haben.

Ach was? Und warum existiert außerdem in der analogen Welt nach Dürrs Meinung keine Klarnamenpflicht? Wer hat denn am Briefkasten "schweinchendick" oder "kristalleinhorn" stehen? Wessen Führerschein lautet auf "f..d...s...1969?" Das Internet hat doch diese Unsitte, dass jeder sich selbst erfinden kann, erst etabliert.

Nebenbei bemerkt, und weil ich ja hauptberuflich Astrologin bin: Planet Neptun, der auch für Verschleierungen und Betrug steht, wanderte seit 2011/12 durch sein Lieblingssternzeichen Fische. Die Beiden konnten sich gemeinsam verstärken und sich so richtig, zum Leidwesen der Klardenkenden und Vernünftighandelnden ungehindert wie eine Wucherung in allen möglichen Bereichen ausbreiten. Diesem Treiben könnte man, mit dem Eintritt des Neptun in das Sternzeichen Widder, ab Januar 2026, wirkungsvoll entgegentreten. Die Mächte des Chaos (Neptun) haben in den vergangenen Jahren recht erfolgreich versucht, die Welt massiv zu verschlechtern. Chaos entsteht auch gerne freiwillig, Ordnung muss man erzwingen. Hoffentlich sind noch genug übrig, die das erkannt haben.

28.12.25 10:15 Uhr

Originalzitat C. Dürr:
Christian Dürr@christianduerr
Ein freies Internet heißt auch, es anonym nutzen zu dürfen. Mit einer allgemeinen Klarnamenpflicht, die auch in der analogen Welt nicht existiert (!), würden wir uns von diesem Prinzip völlig verabschieden. Eine falsche und gefährliche Idee.
10:37 Uhr · 27. Dez. 2025
und kurz darauf:
Christian Dürr@christianduerr 1h
Es muss darum gehen, Straftaten im Netz effektiv zu bekämpfen. Statt Scheinlösungen wie einer Klarnamenpflicht können Schwerpunktstaatsanwaltschaften, die wirklich schwere Straftaten im Netz gezielt verfolgen, einen echten Beitrag leisten.

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