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Arbeitsmarkt 2019

Wirtschaft
Arbeitsmarktprognosen 2019

Der Arbeitsmarkt in Deutschland, Entwicklung und Chancen in 2019. Hat der flexible Kapitalismus seit Jahren/Jahrzehnten die Arbeitnehmerschaft in kollektiven Stress versetzt und wie kann die Konstellation des Uranus in Stier ab Frühjahr 2019 einen positiven Einfluss ausüben...

Das Jahreshoroskop zum diesjährigen Jahreswechsel bietet viele Chancen aber verweist auch auf einige möglicherweise langfristige Probleme in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Längst, vor allem im Zuge der Hartz IV Umstrukturierungen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt unübersichtlich und verworren geworden. Nicht zuletzt durch die Problematik mit den Niedriglöhnen, die sich quasi als "Markenzeichen“ einer immer größer werdenden Bevölkerungsschicht (im Extremfall könnte man von Prekariat sprechen) etabliert hat.
Auch die Lockerung der Tarifverträge, die Fluktuation und nicht zuletzt das immer schneller werdende Tempo des Wettbewerbs und der Marktentwicklungen belasten die Arbeitnehmer. Endlich hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten ja herumgesprochen, was bereits seit Jahren offensichtlich ist: aufgrund der Bevölkerungsentwicklung gibt es aktuell schon und besonders dann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, massiven Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften. Vor allem in 2019 könnte es dazu besonders günstige rechtliche Regelungen geben, die die Integration von Arbeitnehmern aus dem Ausland einfacher und übersichtlicher machen. Allerdings darf man nicht erwarten, dass der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren (Neptun ist gerade erst in den Bereich der Arbeit hineingegangen und wird sich noch viele Jahre dort aufhalten)Übersichtlicher oder gar einfacher strukturiert sein wird. Ich befürchte folgende Übergangsphase: immer mehr niedrig oder quasi falsch qualifizierte Arbeitskräfte werden im Arbeitsmarkt integriert werden müssen. Zum einen, weil diese möglicherweise schon im Land sind, zum anderen aber auch, weil die Arbeitskraft dringend gebraucht wird. Das wiederum könnte zur Verbesserung der derzeitigen Arbeitsmarktstrukturen führen. Hierzu zähle ich zum Beispiel auch, dass Qualifikationsanforderungen heruntergeschraubt oder stark vereinfacht werden, um eine schnellere Integration zu fördern.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: betrachtet man den Aspekt der Arbeitsplätze unter dem Begriff des flexiblen Kapitalismus (vgl. Richard Sennet), musste man feststellen, dass den Mitarbeitern in den vergangenen Jahren zwar vorgegaukelt wurde, dass sie mehr Mitspracherecht hätten, dass ihnen flache Hierarchien persönliche Freiheit zu eigen Kreativität und Gestaltung geben würden. In Wirklichkeit erzeugte dies aber große Konkurrenz, Unsicherheit in Bezug auf die Zukunftsplanung, das gegeneinander ausspielen von Subunternehmern oder Abteilungen in den Firmen. Anstatt, dass die Mitarbeiter sich besser aufgestellt, anerkannt und vor allen Dingen besser entlohnt fühlen, ist beinahe das Gegenteil eingetreten. Durch die stärker werdende Konkurrenz konnten Löhne gedrückt werden. Die Mitarbeiter bekamen zwar viel Verantwortung, aber nur wenig Entscheidungsspielraum. Vor allen Dingen wurde der Mehrwert, der durch Anpassung an den Wettbewerb, also bessere Leistung und Produktivität erwirtschaftet werden konnte, überwiegend nicht auf die Mitarbeiter umgelegt. Im Gegenteil, es konnte sogar vorkommen, dass sich ganze Abteilungen selbst weg rationalisieren, indem sie mit viel eigenem Einsatz dafür sorgen, dass ihre Arbeit schneller, günstiger und mit weniger Personal erledigt werden konnte.Diese Entwicklung hat zu Konkurrenzsituationen und größerem Stress bei den Mitarbeitern geführt. Ein Teil dieser Entwicklung, nämlich die Prinzipien einer Ellenbogengesellschaft, in der jeder Versuch, der beste, der erste und der schnellste zu sein, könnte in den nächsten Monaten allmählich eine anderen Gangart weichen. Mit Uranus im Stier ist die Zielsetzung, also die Art, wie man eigene Kreativität und Produktivität einsetzen kann nämlich nicht mehr, der erste, schnellste und beste zu sein. Vielmehr wird die Herausforderung darin liegen, lebenswert Umstände in ökologisch vertretbaren Rahmen für alle zu erzeugen. Die Mittel und die Techniken hierfür gibt es längst. Wie bei allen gesellschaftlichen Umdenken ist es aber auch hierfür nötig, die entsprechende Geisteshaltung dafür zu entwickeln. (9.12.18)


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